Da der alte Kafig nicht chic, zu einfach und nicht flexibel war wurde ein neuer Käfigbau in Angriff genommen. Es sollte eine Konstruktion sein, die man beliebig hin und her rollen kann welche aber trotzdem stabil bleibt. Der alte Käfig entsprach leider nicht diesen Anforderungen und musste wohl oder übel vernichtet werden. Nach einer genauen und ausführlichen Planung mit der Zuhilfenahme befreundeter Handwerker wurde ein Materialplan erstellt. Die Materialien fur einen neuen Kafig sollten wie immer im örtlichen Baumarkt gekauft werden. Der Preis für alle benötigten Dinge war wirklich extrem, aber es sollte nicht nur die Behaglichkeit unserer Wohnung steigern, sondern auch eine sichere und luxuriose Einrichtung der Frettchenpower Brigade werden. Aber es kam mal wieder alles anderes als man denkt. Wie der Zufall es will, waren gerade Kleiderschränke im Angebot welche genau die gesuchten Maße für unsere neues Projekt hatten (BHT 120/200/50). Somit wurde der Plan wieder über den Haufen geworfen und ein Kleiderschrank in herrlicher Bucheoptik wurde zu einem Bruchteil der ermittelten Materialkosten gekauft. Es stand somit mehr Geld für diverses Zubehör und kleine Extras zur Verfügung. Der Zusammenbau war neben dem Kauf die wohl am besten und am schnellsten funktionierende Aktion. Probleme gab es keine und alle Schrauben waren vorhanden. Die vier Rollen zum verschieben des Käfigs wurden angeschraubt. Das Tolle daran ist, dass sie durch die Schrankblende unsichtbar sind. Der Schrank hat die Innenmaße von 190 cm, durch die festgesetzten Schubladen war die Höhe der untersten Etage mit 40 cm vorgegeben. So blieb für die restlichen drei Etagen das Wunderbare Maß von 50 cm übrig, was jedoch aus türtechnischen Gründen variiert werden musste. Mehr dazu später. Nach dem Anbringen der einzelnen Einlegeböden wurden die Durchgänge für die einzelnen Etagen ausgesägt. Die daraus entstandenen Reststücke wurden gleich als Treppen bzw. Aufgänge mit dem Schrank und der kurz zuvor angebrachten Rückwand verschraubt. Mit einer Bohrmaschine und einer Stichsäge wurden die Öffnungen in den Türen nach vorn ausgesägt. Da die Position der Türgriffe fest gelegt war, mussten die Löcher so ausgesägt werden, dass der Einlegeboden der 3. Etage in der Höhe der Griffe ist und somit eine stabile Tür gewährleistet wird. Daher auch diese variable Etagenhöhe, wie oben kurz erwähnt wurde. Als letzten Zwischenschritt wurden noch die Türen angeschraubt und fertig war der Grundkäfig. Nun ging es nach 3 Tagen Entlüftung an die Innenausstattung. Die Einlegeböden wurden mit groben PVC ausgelegt, damit es keine bösen Überraschungen gibt und man schnell mit einem Lappen kleine Missgeschicke beseitigen kann. Als alternativen Aufstieg wurde von der 3. Etage ein Dränagerohr in die 4. Etage verlegt (Das runterrutschen der Racker kann sehr laut werden!!!). Im schmaleren Seitenteil der 3. Etage wurde der Einlegeboden so ausgesägt, dass eine handelsübliche Plastikschale reinpasst. Diese kann je nach belieben mit Wasser, Sand oder Laub gefüllt werden. Damit beim plantschen der Käfig keinen Schaden nimmt, wurde das PVC an den Seiten um 10 cm nach oben gezogen und mit Silikon in den Ecken abgedichtet. Zu guter letzt wurde silberner Gitterdraht von innen an die Turen getuckert und fertig war der neue Kafig. Kurz gesagt war das die wohl einfachste Lösung einen ordentlichen Frettchenkäfig zu bauen, der all unseren Anforderungen nachkommt. Die Racker fühlen sich in ihrem neuen Domiziel eindeutig besser. Sie haben nun sogar mehr Platz und mehr möglichkeiten zum Spielen und Toben...
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